Cinecittà und Tuscolano: Stadtteilführer
Labieno 39 liegt in Cinecittà im Südosten Roms an der Via Tuscolana: ein Wohnviertel mit der Metro A vor der Tür, den Filmstudios eine Station entfernt und dem Park der Aquädukte ganz in der Nähe. Das sollten Sie vor der Anreise wissen.
Piazza di Cinecittà und Viale Tito Labieno
Der Viale Tito Labieno beginnt an der Piazza di Cinecittà, wo die Via Tuscolana auf die Allee trifft und die Station Subaugusta der Metro A liegt. Es ist ein Viertel mit Wohnhäusern aus den 1960er- und 70er-Jahren, Familien und kleinen Läden: Bäckereien, Bars, Obstläden, Supermärkte und Apotheken sind zu Fuß erreichbar, das Einkaufszentrum Cinecittà Due liegt wenige Minuten entfernt. Touristisch ist die Gegend nicht, und genau das ist ihr Reiz: Man lebt wie ein Römer, und die Abende sind ruhig.
Cinecittà: die Studios des italienischen Films
Die Cinecittà-Studios, eröffnet 1937, liegen nur eine Metrostation entfernt (Station Cinecittà). Hier entstanden Ben Hur, La dolce vita und viele Filme von Fellini, der im legendären Studio 5 arbeitete. Der Besucherrundgang Cinecittà si Mostra und das MIAC, das Italienische Museum für Film und audiovisuelle Medien, befinden sich in der Via Tuscolana 1055 und sind täglich außer dienstags geöffnet: Prüfen Sie Zeiten und Tickets vorher auf der offiziellen Website.
Der Park der Aquädukte
Etwa 20 Minuten zu Fuß entfernt (oder eine Metrostation bis Giulio Agricola) liegt der Parco degli Acquedotti, Teil des Regionalparks der Via Appia Antica: rund 240 Hektar Wiesen, durchzogen von den Bögen der Aqua Claudia (1. Jh. n. Chr.) und der Acqua Felice (Ende des 16. Jh.). Hier beginnt La dolce vita mit der Christusstatue, die ein Hubschrauber an den Bögen entlang trägt, und hier wurde auch La Grande Bellezza gedreht. Am schönsten ist es bei Sonnenuntergang.
Der Quadraro: Street Art und Erinnerung
Vier Metrostationen Richtung Zentrum, an der Station Porta Furba-Quadraro, liegt der alte Quadraro mit den Wandbildern des M.U.Ro. – Museo Urban di Roma, das der Künstler David „Diavù“ Vecchiato 2010 ins Leben rief. Am besten beginnt man in der Via dei Lentuli. Das Viertel hat eine bewegte Geschichte: Die Nazis nannten es wegen seines Widerstands „Wespennest“, und am 17. April 1944 wurden hier fast tausend Männer zusammengetrieben und deportiert. Ein Wandbild von Lucamaleonte in der Via del Monte del Grano erinnert daran.
Unterwegs mit der Metro A
Die Station Subaugusta liegt 3 Gehminuten entfernt. Mit der Metro A Richtung Battistini erreichen Sie ohne Umsteigen Termini (etwa 20 Minuten), Repubblica, Barberini, die Spanische Treppe (Spagna), Flaminio (Piazza del Popolo) und Ottaviano, wenige Schritte vom Petersdom und den Vatikanischen Museen. Zum Kolosseum steigen Sie in San Giovanni in die Linie C oder in Termini in die Linie B um: insgesamt etwa eine halbe Stunde. Richtung Anagnina sind Sie nach einer Station bei den Cinecittà-Studios.
Anreise von den Flughäfen und Termini
Ab Fiumicino: Leonardo Express bis Termini (etwa 32 Minuten), dann Metro A Richtung Anagnina bis Subaugusta. Alternativ der Regionalzug FL1 bis Roma Tuscolana und die Metro A ab Ponte Lungo. Ein Taxi braucht 45–60 Minuten und fährt nach Taxameter (der Festpreis ab Flughafen gilt nur innerhalb der Aurelianischen Mauer).
Ab Ciampino: ATAC-Bus 520 bis zur Metrostation Cinecittà (etwa 30 Minuten), dann eine Station mit der Metro A Richtung Battistini bis Subaugusta.
Ab Termini: Metro A Richtung Anagnina, ohne Umsteigen, etwa 20 Minuten bis Subaugusta.